Abklärung mittels minimal-invasiver Biopsie

Patientinnen, bei denen in der Bildgebung ein auffälliger Befund nachgewiesen wird, werden leitliniengemäß nicht mehr primär operiert. Seit vielen Jahren wird ausdrücklich empfohlen, solche Befunde durch eine ambulante Gewebeentnahme abzuklären, d.h. durch eine Nadelbiopsie Gewebezylinder zu entnehmen und unter dem Mikroskop histologisch abklären zu lassen.

Stellt sich in der Sonographie der Brust  ein auffälliger Befund dar, so erfolgt die Gewebeentnahme nach lokaler Betäubung durch eine sog. US-gesteuerte Stanzbiopsie, bei der 3-5 kleine Gewebezylinder entnommen werden.

Finden sich auffällige (Mikro)verkalkungen im Mammogramm, so erfolgt die Abklärung durch eine sog. stereotaktische, d.h. mammographie-gesteuerte Vakuumbiopsie (sog. Stereotaxie) , bei der durchschnittlich 12 Zylinder entnommen werden.

Stellt sich eine Auffälligkeit ausschließlich in der MRT dar, so wird das Gewebe MR-gesteuert mit einer Vakuumbiopsie gewonnen (ca. 12 Zylinder).

[siehe weitere Infos zur MR-Vakuumbiopsie]

Das histologische Ergebnis nach einer Gewebeentnahme liegt innerhalb von 24 Stunden vor, so dass in Abhängigkeit vom Ergebnis Entwarnung gegeben oder die nächsten therapeutischen Schritte eingeleitet werden können.